Schubertiade

"Ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen. Ich bin begierig zu sehen, was ihr dazu sagt. Sie haben mich mehr angegriffen, als dies bei anderen der Fall war. Mir gefallen diese Lieder mehr als alle, und sie werden euch auch noch gefallen." So kündigte Schubert selbst seinen Freunden die "Winterreise" im Jahre 1827 an.
175 Jahre später treffen sich vier Musiker zu einer zeitgenössischen "Schubertiade". Dazu gesellen sich ein Sänger und eine Sängerin mit denen sie einige Lieder aus Schuberts "Winterreise" neu interpretieren wollen. Ausgehend von Schuberts Originalpartitur für Stimme und Klavier werden einige Lieder neu instrumentiert und improvisierend erweitert. Es entsteht ein völlig neuer Eindruck, obwohl man sich streng an Schuberts Vorlage orientiert. Das Innenleben von Schuberts Klaviersatz tritt deutlich in Erscheinung und das neuartige Klangbild transformiert seine musikalische Sprache in unsere Zeit. Auch Wilhelm Müllers romantische Texte werden in ihrer Expressivität verstärkt, deren Bilder gewinnen zeitgenössische Aktualität.
Vom künstlich erhöhten Konzertpodium herabgeholt werden die Lieder mit musikantischer Spielfreude interpretiert. Die improvisierten Kommentare, Vor- und Zwischenspiele entsprechen nicht den üblichen Hörgewohnheiten und öffnen die Aufmerksamkeit für bisher "Unerhörtes" zwischen den Zeilen. Die Musiker bringen Ihre Fähigkeiten ein, die sie in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Stilen wie Neue Musik, Jazz und freie Improvisation erfahren haben. Sie nähern sich damit der Winterreise auf ihre Weise. Schuberts Musik ist ein Teil ihrer kulturellen Identität, die sie nun in ihrer zeitgemäßen Ausdrucksweise interpretieren.

Inszenierungen zum Projekt Schubertiade sind für das Jahr 2003/2004 geplant.

Demos aus der CD "Schubertiade" werden vorbereitet

Pressestimmen:

2002

Schubertiade (2002 Peregrina Music PM50242)

Schubertiade

Schubertiade

Schubertiade

Schubertiade

Schubertiade

Inszenierungen zum Projekt Schubertiade sind für das Jahr 2003/2004 geplant.

Die Musiker
Grace Davidson, Gesang
Jan Holbein, Gesang
Michael Kiedaisch, Marimbaphon. Vibraphon, Akkordeon, Percussion
Wolfgang Fernow, Kontrabass
Mike Svoboda, Trompete, Gartenschlauch
Eberhard Hahn Saxophone, Klarinetten
Johannes Wohlleben, Sounds

Schubertiade

Grace Davidson, voice
Jan Holbein, voice
Michael Kiedaisch, marimba, vibraphone, accordion, percussion
Wolfgang Fernow, double bass
Mike Svoboda, trumpet, garden hose
Eberhard Hahn, saxophone, clarinets

Franz Schubert war der größte Songwriter des 19. Jahrhunderts. Zwölf Lieder aus seinem Zyklus "Winterreise" werden hier gesungen von Grace Davidson und Jan Holbein, denen anzuhören ist, dass sie sonst Material aus der Vor-Schubert-Zeit interpretieren. Als Begleiter fungieren Jazz- und Avantgarde-Musiker, die dem Franzl Akkorde unterjubeln, die an Zappa und Kurt Weill erinnern. An dieser Reibungshitze könnten sich die "Winterreise"-nden wärmen. Sie kredenzen lieber kühl temperierte Trockenspätlese ohne falsche Romantik.
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